Schon beim Betreten des Raumes kam man unweigerlich in Adventsstimmung und eine gewisse Ruhe und Entspannung ergriff einen. Der Raum erstrahlte im Lichterglanz, die Tische waren festlich geschmückt und es roch herrlich nach Kaffee. Fleißige Weihnachtselfen versorgten die Seniorinnen und Senioren aus Dreisel mit leckerem selbstgebackenem Kuchen. Viele sehen sich ja nicht jeden Tag und so konnte man doch einmal wieder ausgiebig miteinander plaudern. Die Plauderei wurde sehr gerne unterbrochen von Reinhard Wagner, der mit Gitarre und Gesang diese wunderbare Stimmung noch weiter untermalte. Gerne sangen alle die bekannten Weihnachtslieder aus vollem Herzen mit, wobei das Lied „Ich hab den Stern gesehen“ jeden besonders berührte. Zwischen den Liedern erzählte und Reinhard Wagner in seiner besonderen Art wie Opa Wolle letztendlich doch aus seiner Einsamkeit an Weihnachten geholt wurde – und später, damit auch alle etwas zu lachen hatten, die Geschichte vom Christbaumständer, der etwas außer Kontrolle geraten war. Vielleicht hätte es noch mehr Geschichten gegeben, aber da klopfte es plötzlich an der Tür – und der Nikolaus trat ein. Wie schön, dass er auch in diesem Jahr den Weg in unser schönes Dorf gefunden hat, aber eigentlich auch kein Wunder, denn er hält Dreisel für „den Edelstein des Siegtals an der schönsten Windung der Sieg“. So viel Lob erfreute natürlich alle Herzen und so ließen wir ihn dann auch gerne wieder ziehen, natürlich nicht, ohne seinen Geschenkesack kräftig zu erleichtern.
Irgendwann ist einmal alles zu Ende und so war es auch mit diesem Nachmittag. Wenn man jetzt alle Personen aufzählen wollte, die geholfen haben, wäre die Gefahr sehr groß, jemanden zu vergessen. So sei an dieser Stelle nur Dank gesagt an alle, die dazu beitragen haben, dass dieser Nachmittag vielen Menschen viel Freude gebracht hat und sich alle bereits auf das nächste Jahr freuen. Die Wahrscheinlich, dass dann auch der Nikolaus wieder kommt, ist groß, denn er meint.“ Wen Gott lieb hat, den lässt er in dieses wunderschöne Tal plumpsen. Na dann, bis zum nächsten Jahr.
Das sollte es aber noch nicht sein, denn neben der älteren Generation haben natürlich auch die Kinder das Recht auf einen Besuch vom Nikolaus. So versammelten sich am Nikolaustag 29 Kinder. Damit der Nikolaus auch erneut den Weg ins schöne Dreisel finden konnte, sangen sie ihn mit Weihnachtsliedern regelrecht herbei. Und er fand den Weg. Als er eintraf, war es zunächst einmal mucksmäuschenstill und alle warteten darauf, was er zu „berichten“ hatte. Er rief dann alle einzeln auf und die Kinder staunten, was er so alles über sie wusste. Zur Verwunderung aller hatte er sich in den letzten Jahren anscheinend Notizen gemacht und konnte so viel Positives erzählen. Natürlich wurde auch das ein oder andere nicht aufgeräumte Zimmer erwähnt, aber welcher Erwachsenen hatte das als Kind nicht auch schon einmal zu hören bekommen...
Leider ging auch dieser Besuch zu Ende und beim Auszug aus der Kapelle wurden Leckereien verteilt, die den Kindern den Weg nach Hause versüßen sollten.
Wir freuen uns alle sehr, dass unsere traditionellen Nikolausfeiern von Alt und Jung gut angenommen werden und wir hoffen, dass wir den Nikolaus noch viele Jahre begrüßen können.



